Der Herrenhauskomplex liegt in malerischer Lage am Ufer des Durbes-Sees. Das Gut wird erstmals Mitte des 14. Jahrhunderts erwähnt. Der Ordensritter Winrich von Rummel war der erste nachweisbare Lehnsherr. Die Familie von Rummel besaß das Gut bis 1637.
Anschließend wechselte das rund 2.000 ha große Gut mehrfach den Besitzer. Ende des 18. Jahrhunderts erwarb Hermann Friedrich Bordehl, 1800 in den Reichsadelsstand „von Bordelius“ erhoben, Ligutten. Er ließ 1814 das heutige Herrenhaus errichten. Der letzte Besitzer vor der lettischen Bodenreform war Reinhold von Bordelius (1864–1923).
Das einstöckige Gebäude ist langgestreckt, hat 13 Achsen und ein hohes Satteldach mit mehreren Gauben. Ein zur Seeseite ausgerichteter, ebenfalls einstöckiger Flügel wurde 1824–1827 hinzugefügt. Beide Fassaden besitzen viersäulige Portiken mit ionischen Säulen.
Erhalten ist das 9-achsige Gutsverwalterhaus. Die ehemaligen Gutsgebäude auf der rechten Hofseite sind baufällig oder abgebrochen.
Ab 2019 wurden am Herrenhaus Sanierungsarbeiten begonnen. Im Innenbereich wurden Rohbauarbeiten für eine Hotelnutzung durchgeführt, jedoch nicht fortgesetzt. Das Dach wurde erneuert. Aufgrund des langen Leerstands gilt das Haus als teilausgebauter Rohbau. Der Investitionsbedarf ist erheblich.
Die Gesamtfläche des Grundstücks beträgt 35,554 ha, verteilt auf fünf Parzellen. Der größte Teil ist ehemaliger Park mit 6,6 ha, der in einen 22,6 ha großen Waldpark am Ostufer des Durbes-Sees übergeht. Im Park stehen viele alte einheimische Bäume: Buche, Bergahorn und Eiche.
- Lage: 25 km von Liepāja, 180 km von Riga
- Objektanschrift: Līgutu, Durbe Parish, LV-3440, Lettland
- Nutzflächen:
- Herrenhaus 1667 m²
- Verwalterhaus 457 m²
- Pionierhaus 457 m² (im Verfall)
- Stall 369 m² (im Verfall)
- Ruinen 272 und 149 m²